Die Entstehung des Lichtbogens

Der Lichtbogen, welcher für das Schweißen erforderlich ist, ist eine elektrische Entladung zwischen dem zu bearbeitenden Werkstoff und der Schweißelektrode. Sobald genügend Spannung vorhanden ist – oft ist hier von der so genannten Triggerzündung die Rede – bzw. wenn im Rahmen des als Kontaktzündung bezeichneten Vorgangs die Schweißelektrode mit dem entsprechenden Schweißmaterial in Berührung kommt, entsteht der Lichtbogen. Dieser ist die Grundlage des so genannten Lichtbogenschweißens.

Der Lichtbogen verbindet das zu verarbeitende Material mit dem entsprechenden Zusatzwerkstoff, sodass dabei eine Schweißnaht entsteht. Die so entstehende Spannung entlädt sich geradezu explosionsartig. Bei diesem Prozess kann die Elektrizität durch einen dabei entstehenden Luftspalt fließen, sodass ein Lichtbogen von maximal 10.000 Grad Celsius erzeugt wird.

Weil bei diesem Vorgang ein kontinuierlicher Stromfluss mit dem Werkstoff entsteht, muss dieser unter Verwendung eines Erdungskabels im Schweißgerät unbedingt geerdet werden. Und zwar noch bevor der eigentliche Schweißvorgang gestartet wird. Anders als beim WIG-Schweißen, wobei der Zusatzwerkstoff per Hand der Schweißstelle zugeführt wird und eine Wolfram-Elektrode zum Einsatz kommt, nutzt man beim MIG/MAG-Schweißen einen Schweißdraht.

Dieser wird durch den Schweißbrenner geführt, sodass er zum Schmelzen gebracht und infolge dessen zum Zusatzwerkstoff in dem zu verschweißenden Werkstück wird. Natürlich ist es von entscheidender Bedeutung, dass dabei der Schweißlichtbogen möglichst stabil ist. Denn nur dann kann auch eine dauerhafte und glatte Schweißnaht entstehen.

Experten raten deshalb, für jeden Schweißvorgang stets die passende Drahtvorschubgeschwindigkeit zu wählen sowie eine optimal eingestellte Schweißspannung zu verwenden. Die Drahtvorschubgeschwindigkeit sollte sich immer nach der Stärke und nach der Materialbeschaffenheit des zu verarbeitenden Werkstoffes richten. Gleichzeitig gilt: je professioneller die Arbeitstechnik, desto feiner und stabiler im Endeffekt der Lichtbogen und die Güte der Schweißnaht.

Wenn der richtige Abstand zwischen Naht und Schweißelektrode gewählt und ein gleichmäßiges Bewegungstempo des jeweils verwendeten Schweißbrenners eingestellt wird, desto besser später das Schweißresultat. Fakt ist aber, dass nur ein professioneller Schweißer in der Lage ist, die richtige Drahtvorschubgeschwindigkeit sowie die optimale Spannung erfassen bzw. abschätzen zu können.

Heutzutage bieten sich dank modernster Schweißgeräte-Technologien unterschiedliche Möglichkeiten des Schweißens, sodass sich die Arbeit an sich grundsätzlich weniger kompliziert gestalten lassen kann. In diesem Zusammenhang sind zum Beispiel die Verwendung von zuvor eingestellten Synergiekurven oder auch die Abspeicherung von zuvor verwendeten Schweißeinstellungen zu nennen. Das heißt, dass sich die einzelnen Schweißparameter für die nächsten Arbeitsschritte ganz einfach bestimmen lassen können, ohne zuvor umfangreiche Vorbereitungen durchführen zu müssen.

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